
Sternkollektor
Allgemein:
Beim Sternkollektor handelt es sich um einen Rohrbündel-Kollektor, bei dem mehrere Rohre die Sole abwechselnd nach oben und unten leiten. Dabei nehmen Sie Wärme aus dem Untergrund auf, die von der Wärmepumpe genutzt wird.
Voraussetzungen:
- geringerer Platzbedarf als beim Flachkollektor
- bis 5 Meter Tiefe nur Anzeigepflichtig
- indirekte Nutzung des Grundwassers
Beschreibung:
Der Sternkollektor wird in eine Bohrung eingebaut. Diese kann mit einem Kleinbohrgerät (Breite 80cm) oder einem Bagger gebohrt werden.
Der eingebaute Kollektor wird mit Bohrgut, Sand oder Bentonit verfüllt. Anschließend werden drei Kollektoren in Reihe geschaltet und dann auf dem Verteilerschacht aufgelegt. Bei normalem Untergrund ist eine Entzugsleistung von 400 Watt / Stück realistisch.
Beispiel:
Bei einer Wärmepumpe mit 10kW Heizleistung ergibt das ca. 15 Kollektoren, die 100m² Platz benötigen.
Dabei können die Kollektoren als Feld- oder Reihenanordnung entlang der Grundstücksgrenze angeordnet werden.
Abschlussbauwerk:
Abschlussbauwerk ist meist ein Schacht, in dem die einzelnen Kreise zusammengefasst werden. Diese gibt es als Wand- oder Bodenschacht. Die Schächte müssen von einer Firma produziert und anschließend auf Dichtigkeit geprüft werden.
Fazit:
Bei geringerem Platzbedarf, als beim Erdkollektor, findet sich im Bestand trotzdem eine Möglichkeit, Erdwärme zu nutzen. Die Preise liegen in etwa zwischen den Kosten eines Erdkollektors und einer teuren Erdsonde.