
Erdkollektoren
Allgemein:
Erdkollektoren nutzen die Erdwärme in den oberen Erdschichten bis zu einer Tiefe von 5 Metern. Danach zählen Sie zu den Erdsonden. Dies ist nur eine genehmigungsrechtliche Grenze. Erdkollektoren oder Erdwärmenutzungen sind bis 5 Meter nur Anzeigepflichtig. Sind diese tiefer oder wirken auf das Grundwasser ein, ist ein wasserrechtliches Verfahren zur Genehmigung notwendig.
Vorraussetzungen:
- Kein Wasserschutzgebiet
- Platzbedarf ist gesichert
Bauart der Erdkollektoren:
Erdkollektoren beginnen in einer Tiefe von ca. 40cm unter der Frostgrenze. Dabei gibt es verschiedene Varianten:
- Klassischer Flachkollektor aus PE-Rohr
- Mattenkollektoren
- Grabenkollektor
- Energiekörbe
- gebohrte Kollektoren (Sternkollektor, Koaxkollektor, Spiralkollektor, etc.)
Beim klassischen Flachkollektor wird die berechnete Fläche mittels eines Baggers 1,20m tief ausgehoben. Dann wird ein PE-Kollektor-Rohr wie eine Fußbodenheizung ausgelegt. Je nach Art des Untergrunds, wird es noch eingesandet. Die Leitungen werden auf einem Verteilerschacht zusammengeführt und in das Haus geleitet. Aufgrund der geringen Materialkosten und der kurzen Bauzeit, gehört diese Bauart zu den kostengünstigsten Varianten. Sie sind kaum teurer oder kostengleich mit einer Luftwärmepumpe.
Matten- und Grabenkollektor sind Sonderformen des Flachkollektors. Der Vorteil liegt meist beim geringeren Platzbedarf.
Beim Energiekorb wird in der Regel ein PE-Rohr gewickelt. Der Durchmesser kann bis zu 2 Meter und eine Höhe bis zu 4 Meter betragen. Sie werden meist mit einem Bagger ausgegraben oder gebohrt.
Weiterhin gibt es verschiedene Individual-Lösungen. Die Ausführung und Auslegung werden vom Hersteller vorgegeben.
Abschlussbauwerk:
Abschlussbauwerk ist meist ein Schacht, in dem die einzelnen Kreise zusammengefasst werden. Diesen gibt es als Wand- oder Bodenschacht. Die Schächte müssen von einer Firma produziert und anschließend auf Dichtigkeit geprüft werden.
Fazit:
Die einzelnen Kollektor-Bauarten unterscheiden sich, außer von den Kosten, durch den Platzbedarf. Es ist dabei nicht relevant, welches Rohr oder welche Verlegeabstände realisiert werden. Es muss nur genügend Fläche berechnet werden, um Auswirkungen nach oben (Frost) zu vermeiden.